Storytelling bei Stelleninseraten
Warum gute Geschichten die passenden Bewerbenden gewinnen
Statt langweiliger Aufzählungen sorgen Geschichten für echte Aufmerksamkeit in Stelleninseraten. Lerne, wie du durch Storytelling dein Inserat emotional auflädst und passende Talente überzeugst.
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Storytelling bei Stelleninseraten

Eine steife, unkreative Stellenanzeige spricht die wenigsten Menschen an. Wer passende neue Mitarbeitende sucht, sollte das Unternehmen und die zu besetzende Stelle emotional und möglichst bildlich vorstellen. Doch wie funktioniert Storytelling bei Jobangeboten? Und wieso ist es so wichtig, den ersten Kontakt zwischen Unternehmen und Bewerbenden so persönlich wie möglich zu gestalten?

Wer eine spannende Geschichte erzählt, weckt Interesse und Emotionen der Zuhörenden. Storytelling ist eine Erzählmethode, die Informationen auf spannende Art wiedergibt und damit besonders viel Aufmerksamkeit erzeugt. Eine Meta-Analyse von 37 Studien mit über 33'000 Teilnehmenden zeigt, dass Menschen sich Geschichten deutlich besser merken als reine Fakten.[1] Diese Methodik findet vor allem im Journalismus und im Marketing Anwendung.

Doch auch Stellenanzeigen werden durch erfolgreiches Storytelling attraktiver für potenzielle Kandidatinnen und Kandidaten. Oftmals formulieren Personen, die nicht direkt im ausgeschriebenen Job arbeiten, entsprechende Stellenanzeigen. Das Ergebnis: ein Text voller Floskeln, kaum Persönlichkeit und austauschbaren Standardformulierungen. Damit sinken deine Chancen, passende Fachkräfte zu finden. Unter Umständen verlängert sich der Recruiting-Prozess dadurch merklich.

Storytelling bei Jobangeboten: Für erfolgreiches Recruiting

Wie geht es besser? Mit Storytelling. Erzähle eine Geschichte, schliesslich willst du in der Masse an Jobbeschreibungen nicht untergehen. Mit einer emotionalen Story ziehst du das Interesse auf dich. Gib die Werte der Firma und die Unternehmenskultur mit einem lockeren, bildlichen Text wieder. Dabei gilt es, so präzise und transparent wie möglich zu sein. Schildere authentisch, worauf es dir ankommt, was Bewerbende erwarten dürfen und was dein Unternehmen bietet.

Storytelling in Stellenanzeigen sollte zwar kreativ, aber nicht minder präzise sein. Es geht nicht darum, etwas zu erzählen, was nicht ist. Metaphorische Sprache schafft Bilder im Kopf der Lesenden. Erzähle bildlich, wie sich der Alltag im Büro oder im Home Office gestaltet, wie der Arbeitsplatz aussieht oder mit welchen Massnahmen die Zusammenarbeit im Team gefördert wird. So gibst du bereits beim Erstkontakt einen authentischen Einblick. Noch direkter wirkt oft ein kurzes Video: ein Rundgang durchs Büro, ein echtes Testimonial bei der Arbeit, ein O-Ton aus dem Team. 30 bis 60 Sekunden reichen meist. Direkt im Inserat eingebunden, bleibt die Anzeige länger im Gedächtnis als reiner Text. Gleichzeitig ist es für Interessierte wichtig zu wissen, wie die Unternehmensphilosophie aussieht und was das Unternehmen eigentlich ausmacht. Fakten und Zahlen werden in Jobangeboten häufig trocken und wenig kreativ aufgelistet. Dabei eignet sich dafür ebenfalls Storytelling. Verzichte auf aussagelose Bulletpoints, und halte das Interesse der Lesenden mit spannenden Erzählungen weiter aufrecht.

Recruiting-Erfolg mit Storytelling

Je präziser und bildhafter du formulierst, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, passende Arbeitskräfte mit der Stellenanzeige anzusprechen. Gehe konkret darauf ein, was der Sinn der Stelle ist und was es so erstrebenswert macht, diesen Job auszuführen. Was sind die Ziele, auf die Bewerbende hinarbeiten? Wie gestaltet sich das Team, wie gross ist es, wie ist es strukturiert?

Heute steht für viele Jobsuchende das „Warum?“ im Vordergrund. Mit Storytelling bei Jobangeboten machst du durch spannende Inhalte und emotionale Erzählungen den Sinn der Position anschaulich deutlich. Natürlich ist die Stellenausschreibung nur ein kleines Puzzleteil im Gesamtbild des erfolgreichen Recruitings. Erfolgsgeschichten von Mitarbeitenden stärken dein Employer Branding zusätzlich, eine klare Employer Value Proposition macht ausserdem deutlich, was dein Unternehmen einzigartig macht.

Jobangebote: Welche Informationen nicht fehlen dürfen

Um passende Talente erfolgreich anzusprechen, sollten ein paar essenzielle „Hard facts“ nicht fehlen. Darunter Informationen zu den Arbeitszeiten und Arbeitsmodellen. Bleibe dabei objektiv und gib nach Möglichkeit die realistische Wochenarbeitszeit oder Hinweise zu Arbeitsmodellen an. Bewerbende erwarten ausserdem Angaben:

  • zur Ansprechperson
  • zur Bewerbungsfrist und
  • zu den Kontaktdaten

Ein sauber geführter Bewerbungsprozess sorgt dafür, dass diese Angaben nicht nur im Inserat stehen, sondern danach auch eingehalten werden. Für die passende Ansprache ist es natürlich wichtig, die Zielgruppe genau zu kennen. Die Candidate Persona hilft deinem Team im Recruiting, die entsprechende Zielgruppe zu visualisieren und besser zu verstehen. Ist die Zielpersona klar definiert, lässt sich Storytelling bei Jobangeboten einfacher und massgeschneidert nutzen.

Storytelling endet nicht beim Inserat

Die Stellenanzeige ist oft der erste Kontakt, aber längst nicht der letzte Ort, an dem Storytelling wirkt. Auf der Karriereseite können Erfolgsgeschichten von Mitarbeitenden und ein ehrlicher Einblick ins Team die Candidate Experience von Anfang an prägen. Im Vorstellungsgespräch selbst entscheidet sich oft, ob die im Inserat versprochene Geschichte auch stimmt. Ein Gespräch mit rotem Faden bestätigt den Eindruck, den die Anzeige geweckt hat, statt ihn zu enttäuschen. Ein bekanntes Beispiel für gelebte Storytelling-Kultur ist Patagonia: Das Unternehmen lebt sein Mission Statement „We're in business to save our home planet" nicht nur als Werbeslogan, sondern durchgehend als Personalpolitik – von der Anzeige bis zum Arbeitsalltag. Wer Storytelling über die ganze Candidate Journey mitdenkt, gewinnt nicht nur mehr, sondern auch passendere Bewerbende.

Eine gute Geschichte hast du selbst im Kopf – Refline hilft dir, sie schnell und unkompliziert in ein professionelles Stelleninserat zu bringen. Teste unsere E-Recruiting-Software jetzt unverbindlich.

[1] Mar, R. A., Li, J., Nguyen, A. T., & Ta, C. P. (2021). Memory and comprehension of narrative versus expository texts: A meta-analysis. Psychonomic Bulletin & Review, 28, 732-749: https://link.springer.com/article/10.3758/s13423-020-01853-1